OpenAI plant einen smarten Lautsprecher mit Kamera fürs Zuhause. Das Gerät soll Gesichtserkennung haben, automatische Bestellungen ermöglichen und die volle Power von ChatGPT nutzen. Aktuelle Berichte von Heise, The Verge und MacRumors bestätigen das einheitlich. Der Preis liegt bei 200 bis 300 Dollar. Das erste Gerät kommt frühestens Anfang 2027 auf den Markt.
Das Gerät steht nicht allein. OpenAI arbeitet auch an smarten Brillen und einer Lampe. Der Lautsprecher ist aber der erste, der rauskommt. Er hat eine Kamera, die Dinge auf dem Tisch erkennt oder Gespräche in der Nähe mitbekommt. So wird er nicht nur passiv. Er denkt mit, bevor du fragst. Die Gesichtserkennung funktioniert ähnlich wie bei Apples Face ID. Damit kannst du sicher einkaufen, ohne extra zu bestätigen. Heise berichtet zusätzlich, dass die Kamera Nutzer aktiv unterstützt – zum Beispiel mit Vorschlägen für den Tag.
Ich beobachte seit über 20 Jahren, wie Tech-Unternehmen um einen Platz in unserem Alltag kämpfen. Und ich habe eine Sache gelernt: Wer nur Software liefert, bleibt abstrakt. Wer Hardware ins Wohnzimmer stellt, wird Teil des Lebens. Das Gerät steht da, du siehst es jeden Tag. Es wird normal. Genau das macht den Unterschied. Die Heise-Meldung unterstreicht: OpenAI setzt genau auf diesen Schritt.
Amazon hat das mit Alexa verstanden – und dann verschlafen. Ehrlich gesagt: Alexa war ein Versprechen, das nie richtig eingelöst wurde. Die KI dahinter blieb dünn, die Weiterentwicklung lahm. Was als Revolution startete, verstaubt heute in vielen Haushalten neben der Küchenuhr. Viele Nutzer haben das Gerät noch, aber sie nutzen es kaum noch aktiv. Der Alltag hat sich nicht wirklich verändert.
Und jetzt OpenAI. Mit einem Gerät, das nicht nur hört, sondern auch sieht. Das versteht, wer im Raum ist. Das mitdenkt, bevor du fragst. Der Lautsprecher ist kein simpler Echo-Nachbau. Er soll ein aktiver Helfer sein. Sam Altman nennt ihn das coolste Stück Technik, das die Welt je gesehen hat. Jony Ive, der Designer hinter dem iPhone, formt das Aussehen. Ive spricht von einem friedlichen Gerät, das mitmacht, ohne zu nerven. Heise erwähnt sogar kleine Spannungen im Team: Das Design-Studio LoveFrom arbeitet langsam, das interne OpenAI-Team drängt auf Tempo. Das zeigt: Es wird ernst.
Der strategische Punkt dahinter: Hardware ist das Trojanische Pferd. Sie manifestiert Unternehmen in unseren Köpfen – und in unseren vier Wänden. Wer das Gerät stellt, kontrolliert die Schnittstelle. Und wer die Schnittstelle kontrolliert, kontrolliert das Ökosystem. OpenAI hat hier einen entscheidenden Vorteil: Die KI existiert bereits. ChatGPT ist heute schon der leistungsfähigste Assistent auf dem Markt. Jetzt fehlt nur noch der Körper. Die Heise-Quelle bestätigt: Über 200 Mitarbeiter arbeiten seit der Übernahme von Ives Start-up io im Mai 2025 daran.
Hier ein schneller Vergleich der aktuellen und kommenden Geräte:
| Anbieter | Gerät | Kamera | Gesichtserkennung | Preis (ca.) | Verfügbar seit / geplant |
|---|---|---|---|---|---|
| Amazon | Echo Serie | optional | nein | 30–250 € | schon lange |
| Meta | Ray-Ban Smart Glasses | ja | teilweise | ca. 300 € | seit 2023 |
| OpenAI | Smarter Lautsprecher | ja | ja (für Käufe) | 200–300 $ | 2027 |
| Apple | HomePod / AirPods | ja (bei manchen) | ja | 300–600 € | teilweise schon |
Die Tabelle zeigt: OpenAI kommt spät, aber mit starker KI. Andere haben schon viele Geräte verkauft. Doch die echte Intelligenz fehlte oft. Heise und die anderen Quellen sind sich einig: Der Lautsprecher soll proaktiv helfen und den Alltag erleichtern.
Die Entwicklung läuft seit dem Kauf von Jony Ives Firma im Mai 2025. Damals zahlte OpenAI rund 6,5 Milliarden Dollar. Seitdem arbeiten ehemalige Apple-Experten mit. Der Lautsprecher soll pocket-sized wirken und ohne Bildschirm auskommen. Er beobachtet die Umgebung und schlägt vor, was du brauchst – zum Beispiel früher ins Bett gehen, wenn am nächsten Morgen ein Termin wartet. Das macht ihn zu einem echten Alltagshelfer.
Trotzdem gibt es offene Fragen. Manche sehen die Kamera im Wohnzimmer kritisch. Immerhin schaut sie mit. Datenschutz wird ein großes Thema. OpenAI muss hier transparent sein, sonst bleibt das Gerät im Regal. Andere sagen: Die Vorteile überwiegen. Wer schon ChatGPT nutzt, will die Power auch zu Hause haben. Die Heise-Meldung hält sich neutral und berichtet einfach die Fakten aus The Information.
OpenAI hat die Chance, Alexa zu überholen. Die KI ist schon besser. Jetzt kommt die Hardware dazu. Das Gerät wird nicht nur antworten. Es wird verstehen und handeln. In 30 Jahren Tech habe ich gelernt: Die echten Gewinner stellen etwas Physisches hin. Etwas, das man sieht und anfassen kann. Die aktuelle Berichterstattung von Heise passt perfekt ins Bild.
Quellen:
The Information (Originalbericht)
OpenAI Plans to Price Smart Speaker at $200 to $300, as AI Device Team Takes Shape
https://www.theinformation.com/articles/inside-openai-team-developing-ai-devices
Heise.de
OpenAI: Erstes KI-Gadget wird angeblich ein Smart Speaker für 200 bis 300 Dollar
https://www.heise.de/news/OpenAI-Erstes-KI-Gadget-wird-angeblich-ein-Smart-Speaker-fuer-200-bis-300-Dollar-11185071.html
The Verge
OpenAI’s first ChatGPT gadget could be a smart speaker with a camera
https://www.theverge.com/ai-artificial-intelligence/882077/openai-chatgpt-smart-speaker-camera-glasses-lamp
MacRumors
Jony Ive’s First OpenAI Device Will Be Smart Speaker With Camera, 2027 Launch Planned
https://www.macrumors.com/2026/02/20/jony-ive-openai-smart-speaker-2027/
Reuters
OpenAI developing AI devices including smart speaker, The Information reports
https://www.reuters.com/business/openai-developing-ai-devices-including-smart-speaker-information-reports-2026-02-20/
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